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Anton Grabner-Haider: Die wichtigsten Philosophen (Hardcover, German language, 2016, Marixverlag)

In 100 biographisch-werkgeschichtlichen Porträts werden maßgebende Vertreter abendländischen Denkens in ihrer Lebensgeschichte, ihren wesentlichen Gedankengängen …

Für mich persönlich zu knapp

Es werden 55 Philosophen der europäischen und 15 Philosophen (hier ist mit Hannah Arendt die einzige Frau vertreten) der jüdischen Kultur auf jeweils 3 Seiten vorgestellt. Dadurch wird keine Person den anderen vom Umfang her bevorzugt oder benachteiligt. Für meine Begriffe hat das aber oft dazu geführt, dass es sich für mich wie ein "Durchhetzen" anfühlte, während bei anderen der Umfang eher stimmig erschien.

Die Einleitung spricht von "allgemein verständlich" und einem "breiten Bildungspublikum" als Zielgruppe. Da hätte ich mir vielleicht noch ein Glossar gewünscht, weil ob der Kürze der einzelnen Portraits nicht viel Platz für Erklärungen von Begriffen war. Das wäre für mich an vielen Stellen hilfreich gewesen. Was ich handwerklich nicht gut fand: mehrheitlich gab es keine Übersetzung von lateinischen Phrasen, leider nur manchmal. Das ist mindestens inkonsistent. Und m.E. kann man so viel Lateinkenntnisse echt nicht voraussetzen (und das schreibe ich als jemand mit Latinum - das aber über 30 Jahre her und seitdem nicht mehr gepflegt ist).