Kadir Özdemir erzählt in seinem poetischen, bewegenden und zugleich ehrlichen Buch von der Beziehung zu seinem Vater und damit von einer Beziehung, die von Widersprüchen geprägt ist: von Härte und Zärtlichkeit, von Erwartungen und Liebe, von Nähe und Distanz.
Wie kommt man zurecht mit einem türkischen Vater, der an traditionelle Vorstellungen von Erziehung und Männlichkeit festhält, der bestimmte Erwartungen an seinen Sohn hat und dessen Erziehungsmethoden mitunter hart sind? Und wie begegnet man in dieser Strenge die Liebe und Zärtlichkeit, die nicht immer offen gezeigt werden?
Özdemirs Blick …
Kadir Özdemir erzählt in seinem poetischen, bewegenden und zugleich ehrlichen Buch von der Beziehung zu seinem Vater und damit von einer Beziehung, die von Widersprüchen geprägt ist: von Härte und Zärtlichkeit, von Erwartungen und Liebe, von Nähe und Distanz.
Wie kommt man zurecht mit einem türkischen Vater, der an traditionelle Vorstellungen von Erziehung und Männlichkeit festhält, der bestimmte Erwartungen an seinen Sohn hat und dessen Erziehungsmethoden mitunter hart sind? Und wie begegnet man in dieser Strenge die Liebe und Zärtlichkeit, die nicht immer offen gezeigt werden?
Özdemirs Blick auf seinen Vater ist weder eine Abrechnung noch eine Verklärung. Er versucht, diesen Menschen in seiner ganzen Widersprüchlichkeit zu verstehen: den strengen Vater mit seinen traditionellen Vorstellungen ebenso wie den Menschen, der liebevoll seinen Garten bestellt.
Özdemir erzählt aber nicht nur von seinem Vater. Er erzählt auch von der Suche nach dem eigenen Platz. Wie findet man ihn, wenn man in der deutschen Gesellschaft nie ganz dazugehört, und ein Teil von einem selbst immer auch in der Türkei ist? So wird aus der persönlichen Geschichte eine Erzählung über Herkunft, Identität und Zugehörigkeit.