Hardcover, 448 pages
german language
Published Jan. 1, 1941 by Zeitgeschichte-Verlag Berlin.
Hardcover, 448 pages
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Published Jan. 1, 1941 by Zeitgeschichte-Verlag Berlin.
Eine versunkene Welt wird in diesem bewegten Zeitroman aus den Jahren 1878 bis 1914, einem überraschenden Spiegelbild der Stadt Wien, wieder lebendig. Neben den Keimen des Verfalls regt sich eine bisher fast unbekannte Macht und wächst an zu unübersehbarer Größe: die Wirtschaft – und mit ihr, von den Menschen noch kindlich als Wunder bestaunt: die Technik. Im Gefolge beider wirft die soziale Frage ihren drohenden Schatten voraus. Das Schicksal des Möbelfabrikanten Heinrich Bachmayer und seines Freundes und Widerparts, des Zeichners Frank, umschließt zugleich das Schicksal einer ganzen Generation, die zwischen den Zeiten steht und nur Rohstoff, Vorbereitung des Künftigen sein kann. Auch Bachmayers Leben trägt den Stempel des Unvollendeten, Unerfüllten. Das Großkapital streckt auch nach seinem Betrieb die Hand aus, aber er bleibt fest, bewahrt sich die alte Handwerksüberlieferung und damit das im Persönlichen und Heimatlichen verankerte Verhältnis zu den Arbeitern. Er entfremdet sich dadurch seinen Sohn und auch die …
Eine versunkene Welt wird in diesem bewegten Zeitroman aus den Jahren 1878 bis 1914, einem überraschenden Spiegelbild der Stadt Wien, wieder lebendig. Neben den Keimen des Verfalls regt sich eine bisher fast unbekannte Macht und wächst an zu unübersehbarer Größe: die Wirtschaft – und mit ihr, von den Menschen noch kindlich als Wunder bestaunt: die Technik. Im Gefolge beider wirft die soziale Frage ihren drohenden Schatten voraus. Das Schicksal des Möbelfabrikanten Heinrich Bachmayer und seines Freundes und Widerparts, des Zeichners Frank, umschließt zugleich das Schicksal einer ganzen Generation, die zwischen den Zeiten steht und nur Rohstoff, Vorbereitung des Künftigen sein kann. Auch Bachmayers Leben trägt den Stempel des Unvollendeten, Unerfüllten. Das Großkapital streckt auch nach seinem Betrieb die Hand aus, aber er bleibt fest, bewahrt sich die alte Handwerksüberlieferung und damit das im Persönlichen und Heimatlichen verankerte Verhältnis zu den Arbeitern. Er entfremdet sich dadurch seinen Sohn und auch die ersehnte zweite Verbindung mit einer Frau bleibt ihm versagt. So stände er zulegt mit leeren Händen da, wenn ihm nicht mit der reinen Zuneigung seines Enkelkindes eine beglückende menschliche Bindung geschenkt würde. Wohl wird es ihm nicht mehr vergönnt sein, den gewaltigen Schlußsatz der Symphonie zu hören, doch es bleibt ihm die Gewißheit, daß er in seinem Enkel weiterleben wird.