Die Wahlverwandtschaften

Für Eduard und Charlotte ist es der zweite Anlauf. Nach Vernunftheiraten und dem Tod ihrer Ehepartner erneuern sie ihre Jugendliebe und ziehen sich frischverheiratet aufs Land zurück, um ihr Leben zu zweit zu genießen. Doch schon bald kündigt sich eine Störung an: Otto, ein Jugendfreund Eduards, ist in Not geraten. Eduard lädt ihn auf sein Gut ein, um ihm unter die Arme zu greifen. Charlotte ist skeptisch, hat aber selbst ein Problem: Ihre Pflegetochter Ottilie leidet in dem Mädchenpensionat, in dem sie untergebracht ist. Kurzentschlossen wird auch Ottilie aufs Landgut …

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German language

Published 2024

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Subjects
  • German literature

Reviews

Nicht gut gealtert

Ich habe die Wahlverwandschaften als Jugendliche gelesen und war damals sehr begeistert. Mein damaliger Computer hieß deswegen Eduard, nach der Figur im Roman. Nachdem ich das Ganze jetzt nochmal gehört habe, muss ich mich doch sehr darüber wundern. Eduard ist nämlich ein ziemlicher Idiot. Er glaubt, alles besser zu wissen als seine Frau Charlotte. Wenn er auf sie gehört hätte, wären die folgenden tragischen Ereignisse nicht passiert. Interessant ist die Parallele zum Werther: Eduard kann seine Gefühle nicht im Zaum halten und leidet so unter der unerfüllten Liebe zu Ottilie, dass er sterben will (im Krieg). Charlotte ist die Stimme der Vernunft und beschließt, der störenden Liebschaft zum Hauptmann zu entsagen. Es ist mir nicht gelungen, so richtig in die Geschichte einzutauchen, denn die Hauptfiguren leben in einer ziemlich abgehobenen Blase, in der es sehr viel um Landschaftsarchitektur geht, und äußern sich auch sehr herablassend über die niederen Schichten. Ich …