Sein Großvater war Weichensteller, sein Onkel Fahrdienstleiter und sein Cousin Lokführer. Auch Jaroslav Rudiš liebt Züge. In seinem großformatigen Buch begibt er sich im Takt der Schienen durch Europa und zeigt mit über 160 Fotos, wie ein Eisenbahnmensch lebt und reist: von Berlin bis zum Gotthardtunnel und von Sizilien bis nach Lappland; im Nachtzug durch Polen und die Ukraine sowie im Speisewagen von Hamburg nach Prag. Dabei sammelt er Geschichten: im Speisewagen, Schlafwagen und Großraumwagen; in den Bahnhofskneipen in Böhmen und in den Cafébars italienischer Stationen. Jaroslav Rudiš weiß: Es sind die Bahnstrecken, die Europa zusammenhalten.
So flüssig liest sich das eben nicht. Für meinen Geschmack sind zu viele Wiederholungen im Text. Da haben jetzt die 21 Tage Leihfrist nicht ausgereicht. Jetzt warte ich darauf, dass das Buch wieder verfügbar sein wird und dann mache ich mich da wieder ran.
Dieses kurzweilige und flüssig zu lesende Buch mit kleinen autobiografischen Einsprengseln erinnert mich im Stil sehr an "Die Tante Jolesch" und die diversen anderen Werke von Autoren aus dem Gebiet der KuK-Monarchie. Man könnte das als zusätzlichen Beweis zur These Rudiš' sehen, dass diese Zeit bis heute all die Länder prägt.
In den fünfzehn Kapiteln wird immer entweder ein Thema behandelt, wie zum Beispiel die Speisewagen oder Nachtzüge, oder verschiedene Strecken besprochen. Das ist dabei immer recht ausgewogen zwischen Technik, Geschichte, Landschaften und Erlebnissen. Man muss also als Nicht-Eisenbahnfan keineswegs befürchten, mit der Anzahl der Nieten an einer Dampflok erschlagen zu werden, aber ein paar interessante Deteils finden sich.
Mit seinem Format und dem flexiblen Einband ist das Buch eine hervorragende Reiselektüre und nicht nur für solche mit dem Zug. Ich habe beim Lesen Lust darauf bekommen, mit der Bahn ähnlich kreuz und quer durch Europa zu reisen.
Dieses kurzweilige und flüssig zu lesende Buch mit kleinen autobiografischen Einsprengseln erinnert mich im Stil sehr an "Die Tante Jolesch" und die diversen anderen Werke von Autoren aus dem Gebiet der KuK-Monarchie. Man könnte das als zusätzlichen Beweis zur These Rudiš' sehen, dass diese Zeit bis heute all die Länder prägt.
In den fünfzehn Kapiteln wird immer entweder ein Thema behandelt, wie zum Beispiel die Speisewagen oder Nachtzüge, oder verschiedene Strecken besprochen. Das ist dabei immer recht ausgewogen zwischen Technik, Geschichte, Landschaften und Erlebnissen. Man muss also als Nicht-Eisenbahnfan keineswegs befürchten, mit der Anzahl der Nieten an einer Dampflok erschlagen zu werden, aber ein paar interessante Deteils finden sich.
Mit seinem Format und dem flexiblen Einband ist das Buch eine hervorragende Reiselektüre und nicht nur für solche mit dem Zug. Ich habe beim Lesen Lust darauf bekommen, mit der Bahn ähnlich kreuz und quer durch Europa zu reisen.