Brackmeister commented on AERA 2 (AERA, #2)
Ok, diese Spezial-Zigarren, die Bourreaux immer raucht, scheinen wichtig für die Story zu sein. So viel Bohei ums Paffen ging mir schon langsam auf die Nerven, hat dann wohl aber doch so seine Gründe.
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Ok, diese Spezial-Zigarren, die Bourreaux immer raucht, scheinen wichtig für die Story zu sein. So viel Bohei ums Paffen ging mir schon langsam auf die Nerven, hat dann wohl aber doch so seine Gründe.
Jahrelang stand das Buch in meinem Regal, weil es mir zu einer Zeit geschenkt wurde, wo ich komplett vergessen hatte, dass es auf meinem längst nicht mehr gepflegten Amazon Wunschzettel stand, und ich eigentlich gar kein Interesse mehr daran hatte. Aber inzwischen passt es mir wieder. Manchmal braucht es nur ziemlich viel Geduld. 😉
Jahrelang stand das Buch in meinem Regal, weil es mir zu einer Zeit geschenkt wurde, wo ich komplett vergessen hatte, dass es auf meinem längst nicht mehr gepflegten Amazon Wunschzettel stand, und ich eigentlich gar kein Interesse mehr daran hatte. Aber inzwischen passt es mir wieder. Manchmal braucht es nur ziemlich viel Geduld. 😉
Es ist schon etwas her, dass ich Band 1 gelesen habe. Und ich habe düster in Erinnerung, dass der Ansatz mit den auf die Erde zurückkehrenden Götter bei der Autorenlesung auf einer Nordcon noch ein Ticken besser klang, als ich das Buch am Ende fand. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, womit Ermittler Bourreau es dieses Mal zu tun bekommt.
Es ist schon etwas her, dass ich Band 1 gelesen habe. Und ich habe düster in Erinnerung, dass der Ansatz mit den auf die Erde zurückkehrenden Götter bei der Autorenlesung auf einer Nordcon noch ein Ticken besser klang, als ich das Buch am Ende fand. Nichtsdestotrotz bin ich gespannt, womit Ermittler Bourreau es dieses Mal zu tun bekommt.
Ich muss zugeben, mich hat das "Mini-Vorwort" des Buches zunächst etwas verwirrt: »Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam«
Das wirkte auf mich ein bisschen wie eine Aussage "Ich werde Euch was erzählen, das Euch nicht passen wird, aber verschont mich bitte mit Euren Kommentaren". Zumal ich persönlich den Roman schon eindeutig als eine Anklage für ein "Nie wieder" empfinde.
Der Anhang zu den Fassungen, die vor der Erstpublikation als Buch existierten (erste beim Verlag eingereichte Rohfassung, um allzu grauenvolle Beschreibungen gekürzte Vorabversion in einer Zeitung), macht aber deutlich, wie das gemeint war. Ursprünglich sollte der Roman deutlich politischere Aussagen gegen den Krieg enthalten. Beispiele dafür kann man im Anhang dann auch nachlesen. Für die Publikation wurde das aber entschärft, so dass …
Ich muss zugeben, mich hat das "Mini-Vorwort" des Buches zunächst etwas verwirrt: »Dieses Buch soll weder eine Anklage noch ein Bekenntnis sein. Es soll nur den Versuch machen, über eine Generation zu berichten, die vom Krieg zerstört wurde – auch wenn sie seinen Granaten entkam«
Das wirkte auf mich ein bisschen wie eine Aussage "Ich werde Euch was erzählen, das Euch nicht passen wird, aber verschont mich bitte mit Euren Kommentaren". Zumal ich persönlich den Roman schon eindeutig als eine Anklage für ein "Nie wieder" empfinde.
Der Anhang zu den Fassungen, die vor der Erstpublikation als Buch existierten (erste beim Verlag eingereichte Rohfassung, um allzu grauenvolle Beschreibungen gekürzte Vorabversion in einer Zeitung), macht aber deutlich, wie das gemeint war. Ursprünglich sollte der Roman deutlich politischere Aussagen gegen den Krieg enthalten. Beispiele dafür kann man im Anhang dann auch nachlesen. Für die Publikation wurde das aber entschärft, so dass der Text "neutraler" rüberkommt und sowohl von Kriegsgegnern als auch Befürwortern akzeptiert wird. Jetzt, 100 Jahre später, kann ich mir gar nicht vorstellen, dass man diese "neutrale" Fassung als irgendwas anderes als starkes Statement gegen den Krieg verstehen kann.
Stichwort "100 Jahre später": der Anhang sagt, es wurde die Interpunktion und Orthografie der Erstausgabe von damals verwendet und nur offensichtliche Fehler/Uneinheitlichkeiten korrigiert. Dafür finde ich, habe ich dem Text sein Alter wirklich kaum angemerkt. Da fühlt sich die Sprache mancher Bücher von 1940 - 1960 irgendwie fremder an für mich. Ich war wirklich überrascht, wie flüssig sich das Buch hat lesen lassen, ich hatte anderes erwartet.
Ansonsten ist es natürlich ganz schön harter Tobak. Einerseits die ganz körperlichen Details des Nahkampfes in Gräben und Trichtern. Und auf der anderen Seite die mentalen Auswirkungen, gerade auch im Heimaturlaub, wo doch der Krieg vergleichsweise weit weg ist.
Ich bin froh, heutzutage nicht mehr mit 1 Shilling = 12 Pence rumrechnen zu müssen! Wer hat sich das nur ausgedacht...
Hier musste ich jetzt echt mal zu Papier + Bleistift greifen, um für mich nachzurechnen, wie sich der relative Mehrwert entwickelt bei Verdoppelung der Produktivkraft und gleichzeitigem Verkauf der Ware unter dem gesellschaftlichen Wert. An sich kein Hexenwerk, aber erschwert durch die krummen (Währungs-)Zahlen und dem für mich wenig intuitiven "Prosa-Weg" von Marx. Zum Glück war am Rand genug Platz, um meine Rechnung daneben zu schreiben.
Ich bin froh, heutzutage nicht mehr mit 1 Shilling = 12 Pence rumrechnen zu müssen! Wer hat sich das nur ausgedacht...
Hier musste ich jetzt echt mal zu Papier + Bleistift greifen, um für mich nachzurechnen, wie sich der relative Mehrwert entwickelt bei Verdoppelung der Produktivkraft und gleichzeitigem Verkauf der Ware unter dem gesellschaftlichen Wert. An sich kein Hexenwerk, aber erschwert durch die krummen (Währungs-)Zahlen und dem für mich wenig intuitiven "Prosa-Weg" von Marx. Zum Glück war am Rand genug Platz, um meine Rechnung daneben zu schreiben.
Praktischerweise endet jedes Kapitel mit einer Zusammenfassung. Das finde ich wirklich gut.
Andererseits übertreibt es der Autor m.E. manchmal mit Klammerbemerkungen oder Schachtelsätzen. Das wird dann auch schon mal etwas zäh. Manche Hinweise/Anspielungen verstehe ich anscheinend nicht. Ob das primär am Altersunterschied liegt (er schrieb das Buch mit Ende 20) und/oder meinem gering ausgeprägten Mainstream-Interesse?
Auf jeden Fall teile ich seinen Humor nicht.
Das war mein erstes Kalkofe-Buch, bisher kannte ich seine TV-Beiträge aus seiner Mattscheibe oder SchleFaZ. Die Schriftform geht genau in dieselbe Richtung, keine Überraschung. Die Kapitel sind schön kurz und mal mehr mal weniger unterhaltsam. In Summe kann man sich das mal reinpfeifen, mit einem weiteren Buch von Kalkofe würde ich mir aber Zeit lassen, ich denke, das nutzt sich sonst schon zu schnell ab.
Etwas kürzer als Band 1, dafür in meinen Augen leicht runder. Steigt vielleicht nicht zu meinen Top-Favoriten auf, würde mich aber schon freuen, wenn es weitergehen würde.