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Brackmeister reviewed Einkommen für alle by Götz W. Werner
Für mich eine erweiterte Perspektive
5 stars
Bisher ist mir das BGE eher durch die Brille von abhängig Beschäftigten untergekommen, hier ist es ein Unternehmer, der seine Sicht darauf erläutert.
Ganz interessant fand ich die Ausführungen zum Thema Übergang vom Selbtversorger von früher zur mehr oder minder vollkommenen Fremdversorgung durch andere (was m.E. auch ein grundsätzliches Plädoyer für jedwede Form von Umlageverfahren ist).
Einen Gedanken, der mir auch schon mehrfach kam, greift Götz Werner auch auf: aus seiner Sicht werden die ehemals abhängig Beschäftigten mehr zu einer Art Freelancer, für die aber eben die Grundversorgung gesichert ist. Zu der einen Seite der Medaille, dass man schlechte Arbeitsbedingungen schneller verlassen kann, weil man eh abgesichert ist, gehört dann wahrscheinlich auch, dass Arbeit"geber" ebenso schneller Leute "loswerden" können.
Was mir ehrlich gesagt ein bisschen viel auf einmal ist: sein Vorschlag, nur noch eine Konsumsteuer zu erheben und alle anderen Formen von Steuern entfallen zu lassen. Seine …
Bisher ist mir das BGE eher durch die Brille von abhängig Beschäftigten untergekommen, hier ist es ein Unternehmer, der seine Sicht darauf erläutert.
Ganz interessant fand ich die Ausführungen zum Thema Übergang vom Selbtversorger von früher zur mehr oder minder vollkommenen Fremdversorgung durch andere (was m.E. auch ein grundsätzliches Plädoyer für jedwede Form von Umlageverfahren ist).
Einen Gedanken, der mir auch schon mehrfach kam, greift Götz Werner auch auf: aus seiner Sicht werden die ehemals abhängig Beschäftigten mehr zu einer Art Freelancer, für die aber eben die Grundversorgung gesichert ist. Zu der einen Seite der Medaille, dass man schlechte Arbeitsbedingungen schneller verlassen kann, weil man eh abgesichert ist, gehört dann wahrscheinlich auch, dass Arbeit"geber" ebenso schneller Leute "loswerden" können.
Was mir ehrlich gesagt ein bisschen viel auf einmal ist: sein Vorschlag, nur noch eine Konsumsteuer zu erheben und alle anderen Formen von Steuern entfallen zu lassen. Seine Begründungen wirken auf mich nicht offensichtlich falsch oder unvollständig, ich überblicke es halt einfach nicht. In dem Zusammenhang bin ich auch ein bisschen drüber gestolpert, dass er durch Politik festgelegte Preise (über die Thematik des Mindestlohns, den er tendenziell ablehnt) für Planwirtschaft hält, dann aber bei der Höhe der einzig verbleibenden Mehrwertsteuer in einem ansonsten steuerlosen System dann doch dazu kommt, dass die Steuersätze für unterschiedliche Waren sehr kleinteilig gesetzt werden würden. Da würde für mich auch schon ein bisschen nach Planwirtschaft riechen, aber vielleicht eher Indirekte.
Und was auch immer wieder spannend ist: dass Dinge, die für einen selbst "schon immer so waren", doch noch gar nicht so alt sind. In diesem Fall der Übergang von einer erhobenen Umsatzsteuer in jedem Produktionsschritt über Unternehmensgrenzen hinweg, hin zu der Erhebung der Mehrwertsteuer am Ende, was es laut seiner Aussage erst seit Ende der 60er so in Deutschland gibt. Das verdeutlicht m.E. schon, dass auch grundsätzlich möglich ist, Dinge anders zu entscheiden, ohne dass gleich die Zivilisation zusammenbricht.
Brackmeister finished reading Einkommen für alle by Götz W. Werner
Brackmeister commented on Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 2 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #2)
Leider fehlt dem zweiten Kommentar-Band eine Empfehlung, wie lang die Passagen sein sollten, die man am Stück liest, bevor man zum Kommentar greift. Gut, so ganz hatte ich mich da eh nicht dran gehalten, aber hier war es jetzt so, dass es durch die Kommentar-Menge ein insgesamt schon fast zu großer Brocken geworden ist. Da war die Konzentration schon im Abbau, als eine Erklärung zu einem für mich ziemlich verklausulierten Abschnitt über die Möglichkeit der Krise dann doch noch zu einem Aha-Erlebnis geführt hat.
Brackmeister commented on Das Kapital (Vollständige Gesamtausgabe) by Empty Author
Brackmeister commented on Das Kapital (Vollständige Gesamtausgabe) by Empty Author
Ich kann mir nicht helfen, manche Anspielungen im Text und mehr noch in den Fußnoten im Unterkapitel "Maß der Werte" würde man heutzutage wahrscheinlich "Running Gag" oder "Meme" nennen, wo man halt wissen muss, was gemeint ist.
Ich kann mir nicht helfen, manche Anspielungen im Text und mehr noch in den Fußnoten im Unterkapitel "Maß der Werte" würde man heutzutage wahrscheinlich "Running Gag" oder "Meme" nennen, wo man halt wissen muss, was gemeint ist.
Brackmeister commented on Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 2 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #2)
Schon gut, dass der Autor sich entschlossen hatte, noch einen zweiten Band mit Kommentaren hinterherzuschieben. Alleine bei den zwei Sätzen zu Wertgröße und Preis aus dem Originaltext hat mir die klare Trennung im Kommentar geholfen, wenn es später darum geht, dass das nicht dasselbe ist. Da ist mir die Abgrenzung von Marx manchmal zu subtil. Aber vielleicht liegt das auch nur daran, dass man die Sprache des Kommentars gewohnt ist, die Sprache aus dem 19. Jahrhundert dagegen nicht so sehr.
Brackmeister started reading Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 2 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #2)

Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 2 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #2)
Die Beschäftigung mit Marx hat weiterhin Konjunktur. Wer sich aber selbst an die Lektüre von Marx‘ Hauptwerk «Das Kapital» machen …
Brackmeister finished reading Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 1 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #1)
Die Anhänge hatten es noch mal in sich. Insbesondere die Hinweise (und Auszüge) aus den 3 verschiedenen Wertformanalysen, die es gibt: Haupttext und Anhang der 1. Auflage plus geänderter Haupttext in der 2. Auflage.
Die Schwierigkeit liegt nicht darin zu begreifen, daß Geld Ware, sondern wie, warum, wodurch Ware Geld ist.
— Das Kapital (Vollständige Gesamtausgabe) by Empty Author (Page 73)
Im Kapitel 2 gings ja eigentlich um den Warenaustauschprozess, aber Geld(form/ware) und Geldfetisch sind ebenfalls relevante Begriffe. Da das nächste Kapitel "Das Geld oder die Warenzirkulation" heisst, hoffe ich mal, dass die zitierte Schwierigkeit noch angegangen wird, und man das nicht jetzt schon aus diesem Kapitel komplett verstehen soll.
Im Kapitel 2 gings ja eigentlich um den Warenaustauschprozess, aber Geld(form/ware) und Geldfetisch sind ebenfalls relevante Begriffe. Da das nächste Kapitel "Das Geld oder die Warenzirkulation" heisst, hoffe ich mal, dass die zitierte Schwierigkeit noch angegangen wird, und man das nicht jetzt schon aus diesem Kapitel komplett verstehen soll.
Brackmeister commented on Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 1 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #1)
Im Kommentar wir ein längerer Abschnitt von Goethes Faust zitiert, um einem Hinweis auf Faust im Kapital selbst mehr Kontext zu geben. Faust liegt bei mir ja auch noch im Regal und nach diesem kleinen Blick auf das, was mir da noch bevorsteht, hab ich schon etwas Respekt vor der Lektüre. :-D
Brackmeister quoted Einkommen für alle by Götz W. Werner
Ein klassisches Beispiel ist die Erfindung des Mundwassers im Besonderen und des Markenartikels im Allgemeinen durch Karl August Lingner (1861-1916). Bevor er 1892 Odol auf den Markt brachte, war das Bedürfnis nach dieser Art von Mundhygiene und nach »sympathischem Atem« bestenfalls latent. Lingner griff dann zugleich Erkenntnisse der modernen Bakteriologie wie das wachsende Bedürfnis der Menschen nach Körperpflege und Sauberkeit auf - und verdiente damit Millionen.
Ein perfektes Gegenbeispiel ist eben das Bildtelefon. Technisch ist das seit den sechziger Jahren machbar, in den Markt drücken wollte man diese Technik mehrmals — und bei den Breitbandhandys wird es wieder scheitern. Die Leute wollen einfach beim Telefonieren nicht gesehen werden, weder frühmorgens, noch bei der »wichtigen Sitzung«, noch wenn sie kerngesund, aber röchelnd eine Verabredung absagen.
— Einkommen für alle by Götz W. Werner (Page 40 - 41)
An der Stelle hat er sich dann doch verschätzt.








