So, nochmal die einleitenden Erklärungen lesen und dann kann es zeitnah mit dem eigentlichen Werk losgehen.
Reviews and Comments
Bei Fiction hauptsächlich Fantasy und etwas SF + Horror. Sachbücher: nahezu alles ;-) Mastodon: social.tchncs.de/@Brackmeister (inzwischen aber ziemlich inaktiv) War vorher auch bei Goodreads; seit September 2015
Jahresrückblicke: 2025 - 2024 - 2023 - 2022 - 2021 - 2020 - 2019 - 2018 - 2017 - 2016 - 2015
This link opens in a pop-up window
Brackmeister started reading Wie das Marxsche Kapital lesen? Bd. 1 by Michael Heinrich (Wie das Marxsche Kapital lesen?, #1)
Brackmeister reviewed Versuchungen der Unfreiheit by Ralf Dahrendorf (Schriftenreihe / Bundeszentrale für Politische Bildung, #587)
Muss wohl noch ein paar Sprachen lernen
5 stars
Zum Glück nutzt der Autor nicht wie zuletzt Anton Grabner-Haider mehrheitlich lateinische unübersetzte Begriffe und Phrasen, aber selbst ein paar englische Vokabeln hab ich noch nie gehört/gelesen. Bei Französisch oder Italienisch bin ich leider direkt raus.
Das Buch ist eine Studie über sogenannte "öffentliche Intellektuelle", die in Zeiten von Faschismus und Kommunismus nicht deren Versuchungen erlegen sind, die da Bindung und Führung (Faschismus) bzw. Bindung und Hoffnung (Kommunismus) wären. Um den Umfang nicht zu sehr ausufern zu lassen, beschränkt sich Ralf Dahrendorf auf Personen, die zwischen 1900 und 1910 geboren wurden, damit sie für die untersuchte Zeit nicht zu jung oder so alt waren.
Insbesondere konzentriert er sich auf Karl Popper, Raymond Aron und Isaiah Berlin, die er aufgrund der gefundenen Gemeinsamkeiten "Erasmier" nennt, weil schon Erasmus von Rotterdam die Qualitäten zeigte, die ihn immun gegen die Versuchungen der Unfreiheit machten. Ganz kurz zusammengefasst nennt er sie "engagierte …
Zum Glück nutzt der Autor nicht wie zuletzt Anton Grabner-Haider mehrheitlich lateinische unübersetzte Begriffe und Phrasen, aber selbst ein paar englische Vokabeln hab ich noch nie gehört/gelesen. Bei Französisch oder Italienisch bin ich leider direkt raus.
Das Buch ist eine Studie über sogenannte "öffentliche Intellektuelle", die in Zeiten von Faschismus und Kommunismus nicht deren Versuchungen erlegen sind, die da Bindung und Führung (Faschismus) bzw. Bindung und Hoffnung (Kommunismus) wären. Um den Umfang nicht zu sehr ausufern zu lassen, beschränkt sich Ralf Dahrendorf auf Personen, die zwischen 1900 und 1910 geboren wurden, damit sie für die untersuchte Zeit nicht zu jung oder so alt waren.
Insbesondere konzentriert er sich auf Karl Popper, Raymond Aron und Isaiah Berlin, die er aufgrund der gefundenen Gemeinsamkeiten "Erasmier" nennt, weil schon Erasmus von Rotterdam die Qualitäten zeigte, die ihn immun gegen die Versuchungen der Unfreiheit machten. Ganz kurz zusammengefasst nennt er sie "engagierte Beobachter" aber keine "Wiederstandskämpfer". Diese Drei kommen das ganze Buch über vor, werden aber auch von massenhaft anderen Namen begleitet, die nicht ganz an ihr Niveau heranreichten, nicht aus ihrer Generation stammten sowie als Abgrenzung einige öffentliche Intellektuelle, die dann doch (mehrheitlich) den Versuchungen erlegen waren.
Ich fand das Buch in Summe wirklich gut zu lesen, aber es ist jetzt aber keine Anleitung, sollten sich ähnlich krisenhafte Zeiten wiederholen. Den Anspruch hat der Autor nach meinem Verständnis aber auch nicht. Auf jeden Fall empfehlenswert.
Brackmeister reviewed Wie man ein Buch liest by Mortimer J. Adler
Das klingt nach richtiger Arbeit
5 stars
Eins vorweg: das Buch ist erstmalig 1940 erschienen und wurde dann 1967 noch einmal überarbeitet. Man merkt schon, dass es einige Jahre auf dem Buckel hat, andererseits ist es m.E. aber dadurch nicht unbedingt schwerer zu lesen, weil die Inhalte zeitlos sind und sich der Sprachstil für mich auch nicht "so alt" liest.
Es fällt mir schwer, das Buch kurz und knackig zusammenzufassen. Es ist schon sehr komprimiert. Wenn ich es wirklich auf ein, zwei Sätzen runterbrechen soll: um ein Buch "richtig" zu lesen, reicht es nicht, es nur einmal zu lesen. Und insbesondere soll man sich an einige Regeln halten, je nach der Stufe des Lesens und Verstehens, in der man sich gerade befindet. Was schon damit anfängt, wie und wie viel man lesen sollte, um überhaupt erst zu entscheiden, ob man das Buch wirklich "richtig" lesen möchte.
Ich muss zugeben, ich sehe mich wirklich nur sehr …
Eins vorweg: das Buch ist erstmalig 1940 erschienen und wurde dann 1967 noch einmal überarbeitet. Man merkt schon, dass es einige Jahre auf dem Buckel hat, andererseits ist es m.E. aber dadurch nicht unbedingt schwerer zu lesen, weil die Inhalte zeitlos sind und sich der Sprachstil für mich auch nicht "so alt" liest.
Es fällt mir schwer, das Buch kurz und knackig zusammenzufassen. Es ist schon sehr komprimiert. Wenn ich es wirklich auf ein, zwei Sätzen runterbrechen soll: um ein Buch "richtig" zu lesen, reicht es nicht, es nur einmal zu lesen. Und insbesondere soll man sich an einige Regeln halten, je nach der Stufe des Lesens und Verstehens, in der man sich gerade befindet. Was schon damit anfängt, wie und wie viel man lesen sollte, um überhaupt erst zu entscheiden, ob man das Buch wirklich "richtig" lesen möchte.
Ich muss zugeben, ich sehe mich wirklich nur sehr selten so viel Aufwand treiben. Und doch war es unheimlich interessant, sich durch alle Ratschläge und Erklärungen und Meinungen durchzuarbeiten.
Damit man ungefähr ahnen kann, was einen erwartet, hie die Zusammenfassung der Regeln aus dem Anhang des Buches:
Grundregeln
- Man sollte ein Buch nicht langsamer lesen, als es verdient, und nicht schneller, als man es mit Befriedigung und Textverständnis lesen kann.
- Versuchen Sie nicht, beim ersten Durchgang eines schwierigen Buchs jedes Wort oder jede Seite zu verstehen.
Grundsätzliche Fragen an jeden Text 1. Wovon handelt das Buch? 2. Was wird im Einzelnen gesagt und wie wird es gesagt? 3. Ist das, was im Buch steht, wahr - insgesamt oder zum Teil? 4. Warum ist das wichtig?
Fragen beim prüfenden Lesen 1. Mit welcher Art Buch habe ich es zu tun? 2. Wovon handelt es? 3. Wie ist es aufgebaut?
Erstes Stadium des analytischen Lesens: Regeln, mit deren Hilfe man feststellt, worum es In einem Buch geht 1. Klassifizieren Sie das Buch nach Art und Thema. 2. Legen Sie kurz dar, wovon das Buch handelt. 3. Zählen Sie die Hauptteile des Buchs in der richtigen Reihenfolge und in ihrer Beziehung zueinander auf und geben Sie einen Überblick über diese Teile. 4. Benennen Sie die Probleme, die der Autor zu lösen versucht.
Zweites Stadium des analytischen Lesens: Regeln zur Interpretation des Inhalts 5. Finden Sie die wichtigen Begriffe und klären Sie diese Begriffe. 6. Streichen Sie die wichtigsten Sätze im Buch an und suchen Sie nach den darin enthaltenen Behauptungen. 7. Suchen Sie die Sätze mit den grundlegenden Argumenten des Autors.
Drittes Stadium des analytischen Lesens: Regeln für die kritische Würdigung eines Buchs 8. Stellen Sie fest, welche Lösungen der Autor gefunden hat. 9. Bevor Sie ein Buch kritisch beurteilen, müssen Sie es verstanden haben. 10. Wenn Sie dem Autor widersprechen, tun Sie das sachlich. 11. Unterscheiden Sie immer zwischen Wissen und persönlicher Meinung und begründen Sie Ihre Kritik. 12. Weisen Sie nach, inwieweit der Autor uninformiert ist. 13. Weisen Sie nach, inwieweit der Autor fehlinformiert ist. 14. Weisen Sie nach, inwieweit der Autor unlogisch denkt. 15. Weisen Sie nach, inwieweit Darlegung oder Analyse des Autors unvollständig sind.
Leseregein für Belletristik 1. Versuchen Sie nicht, sich den Wirkungen zu widersetzen, die ein belletristisches Werk auf Sie ausübt. 2. Suchen Sie nicht nach Begriffen, Behauptungen und Argumenten in Werken der schönen Literatur. 3. Wahrheit und Folgerichtigkeit sind keine Kriterien für die Beurteilung von Belletristik. 4. Machen Sie sich in der imaginären Welt heimisch, lernen Sie sie kennen, als wären Sie als Beobachter dabei, werden Sie zu einem ihrer Bewohner, seien Sie bereit, sich ihrer Figuren anzunehmen, und in der Lage, an den Geschehnissen durch mitfühlende Einsicht teilzunehmen wie an den Handlungen und Leiden von Freunden. 5. Kritisieren Sie einen Roman oder ein Drama erst dann, wenn Sie voll einschätzen können, welches Erlebnis der Schriftsteller Ihnen vermitteln wollte. 6. Lesen Sie erzählende Prosa schnell und tauchen Sie völlig in sie ein. 7. Lesen Sie ein Gedicht in einem Stück, ohne zu unterbrechen, wenn Sie etwas nicht verstehen. 8. Lesen Sie das Gedicht nach dem ersten Durchgang noch einmal durch, aber lesen Sie es laut.
Biografien, Autobiografien Biografien liest man wie historische Werke und als Dokumente ihrer Zeit. Autobiografien liest man mit einer gewissen Skepsis.
Syntopisches Lesen: Leseregeln für das vergleichende Lesen mehrer Bücher 1. Finden Sie die wesentlichen Textpassagen. 2. Legen Sie die Begriffe fest. 3. Stellen Sie klare Fragen. 4. Definieren Sie die Probleme. 5. Analysieren Sie die Diskussion.
Brackmeister reviewed Die wichtigsten Philosophen by Anton Grabner-Haider (Marix Wissen)
Für mich persönlich zu knapp
4 stars
Es werden 55 Philosophen der europäischen und 15 Philosophen (hier ist mit Hannah Arendt die einzige Frau vertreten) der jüdischen Kultur auf jeweils 3 Seiten vorgestellt. Dadurch wird keine Person den anderen vom Umfang her bevorzugt oder benachteiligt. Für meine Begriffe hat das aber oft dazu geführt, dass es sich für mich wie ein "Durchhetzen" anfühlte, während bei anderen der Umfang eher stimmig erschien.
Die Einleitung spricht von "allgemein verständlich" und einem "breiten Bildungspublikum" als Zielgruppe. Da hätte ich mir vielleicht noch ein Glossar gewünscht, weil ob der Kürze der einzelnen Portraits nicht viel Platz für Erklärungen von Begriffen war. Das wäre für mich an vielen Stellen hilfreich gewesen. Was ich handwerklich nicht gut fand: mehrheitlich gab es keine Übersetzung von lateinischen Phrasen, leider nur manchmal. Das ist mindestens inkonsistent. Und m.E. kann man so viel Lateinkenntnisse echt nicht voraussetzen (und das schreibe ich als jemand mit Latinum - …
Es werden 55 Philosophen der europäischen und 15 Philosophen (hier ist mit Hannah Arendt die einzige Frau vertreten) der jüdischen Kultur auf jeweils 3 Seiten vorgestellt. Dadurch wird keine Person den anderen vom Umfang her bevorzugt oder benachteiligt. Für meine Begriffe hat das aber oft dazu geführt, dass es sich für mich wie ein "Durchhetzen" anfühlte, während bei anderen der Umfang eher stimmig erschien.
Die Einleitung spricht von "allgemein verständlich" und einem "breiten Bildungspublikum" als Zielgruppe. Da hätte ich mir vielleicht noch ein Glossar gewünscht, weil ob der Kürze der einzelnen Portraits nicht viel Platz für Erklärungen von Begriffen war. Das wäre für mich an vielen Stellen hilfreich gewesen. Was ich handwerklich nicht gut fand: mehrheitlich gab es keine Übersetzung von lateinischen Phrasen, leider nur manchmal. Das ist mindestens inkonsistent. Und m.E. kann man so viel Lateinkenntnisse echt nicht voraussetzen (und das schreibe ich als jemand mit Latinum - das aber über 30 Jahre her und seitdem nicht mehr gepflegt ist).
Brackmeister started reading Versuchungen der Unfreiheit by Ralf Dahrendorf (Schriftenreihe / Bundeszentrale für Politische Bildung, #587)
Brackmeister finished reading Die wichtigsten Philosophen by Anton Grabner-Haider (Marix Wissen)
Schon nicht ganz einfach, bei nur 3 Seiten pro Person, immer mitzukommen. Oft konnte ich gut folgen, ähnlich oft reichte der Kontext für mich aber hinten und vorne nicht.
Brackmeister wants to read Brüssel sehen und sterben by Nico Semsrott
Brackmeister started reading Die wichtigsten Philosophen by Anton Grabner-Haider (Marix Wissen)
Passt gut zwischen "Wie man ein Buch liest" (viele der hier besprochenen Personen wurden dort als Autoren empfohlener Bücher genannt) und "Das Kapital" (Marx ist halt einer von 70 aus diesem Buch).
Passt gut zwischen "Wie man ein Buch liest" (viele der hier besprochenen Personen wurden dort als Autoren empfohlener Bücher genannt) und "Das Kapital" (Marx ist halt einer von 70 aus diesem Buch).
Brackmeister finished reading Wie man ein Buch liest by Mortimer J. Adler
Brackmeister started reading Wind and Truth by Brandon Sanderson (The Stormlight Archive, #5)
Es ist 2,5 Jahre her, dass ich Band 4 gelesen habe. Ich hoffe, die Erinnerung kommt schnell wieder. Zwischen Band 3 und 2 hatte ich aber eine ähnlich lange Pause, das war damals nicht wirklich ein Problem. Sollte also wieder klappen.
Brackmeister started reading Wie man ein Buch liest by Mortimer J. Adler
Nichts für zartbesaitete Gemüter
4 stars
38 Erlebnisse von Rettungsassistenten enthält das Buch, einige sind witzig, die meisten aber tragisch. Und der Autor redet nicht um den heißen Brei herum, die Beschreibungen des Geschehenen sind manchmal schon recht explizit. Nach der Lektüre ist es umso unfassbarer, dass es Menschen gibt, die Rettungspersonal in irgendeiner Form angehen.








