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Nils Müller liest

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Nils Müller liest's books

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Joe Abercrombie: The Devils No rating

Hat für mich leider nicht gezündet, daher nach 25% abgebrochen

No rating

Während ich ein großer Fan von Abercrombie’s Trilogie Age of Madness war, hat mich The Devils leider so überhaupt nicht abgeholt, sodass ich es nach rund einem Viertel abgebrochen habe: Das Setting in einem alternativen Europa, in dem Mythenwesen real sind und in dem die katholische Kirche mit allen Mitteln danach strebt, ihre Vorherrschaft zu sichern, fand ich faszinierend.

Leider schafft es Abercrombie auf keiner der drei Ebenen, die für mich relevant sind, eine spannende Geschichte zu entwickeln: weder interessiert mich das Schicksal der Hauptfiguren so wirklich, noch schafft er es, die Welt wirklich greifbar und komplex werden zu lassen oder zumindest eine fesselnde Handlung zu entwickeln. Auch seine Versuche, einen Erzählstil zwischen Mengen an Fäkalien und feinem Sprachwitz à la Terry Pratchett zu entwickeln, zündet bei mir nicht so wirklich – auch wenn ich ab und an schon auflachen musste.

Schade …

Ken Follett: The Evening and the Morning (Paperback, VIKING (PENGUIN))

Fluffig zu Hören und unterhaltsam ohne besonderen Anspruch

Nachdem „Die Säulen der Erde“ zu meinen frühen erwachsenen Leseerfahrungen gehört, wollte ich mir jetzt endlich mal die mittlerweile erschienenen Pre- und Sequels vornehmen. Ken Follett Bücher sind einfach meist hervorragende intelligente Unterhaltung ohne zu großen Anspruch und damit bestens als Hörbuch-Begleitung zum Laufen, Haushalten und Pendelfahren geeignet.

Und genau so ist auch „Der Morgen einer neuen Zeit“: Es gibt einen Underdog, der sich im Laufe des Buches zum Helden entwickelt. Es gibt die Guten und die Bösen, die oft eher schematisch bleiben, aber spannend genug geschrieben sind, um mich interessiert zu halten. Und es gibt eine spannende Geschichte voller Aufs und Abs, spannenden Wendungen und manchmal auch bisschen viel unnötiger Gewalt.

Robin Hobb: Assassin's Quest (2023, Random House Worlds)

Spannender Abschluss mit fasziniernden Szenen aber unausgewogenem Pacing

Der dritte Band der ersten Farseer-Reihe setzt die Geschichte der ersten beiden Bände konsequent fort. Nun geht es jedoch weniger um die Politik und die Intrigen in der Hauptstadt der Six Duchies, Buckkeep, sondern um eine lange Reise, auf der Fitz nach seinem König sucht und auf die Hilfe der legendären Elderlings hofft.

Gefühlt entwickelt sich die Handlung dabei noch langsamer als bereits in den ersten beiden Bänden. Gerade im ersten Fünftel ist dies eine absolute Stärke des Romans, da Hobb ihn fesselnd aus einer sehr ungewöhnlichen Perspektive erzählt. Auch wenn im klassischen Sinne nicht viel „passiert“, schafft sie hier ein ganz besonderes Stück Charakterentwicklung für ihre Hauptfigur.

Ich kann mit Geschichten à la Road Movie üblicherweise nicht so viel anfangen. Daher fand ich die Reisepassagen dann doch des Öfteren etwas zu lang und zäh. Hobb schafft es aber immer wieder, auch hier spannende und bemerkenswerte Momente zu …