Inmitten von Klimakatastophe, Rechtsruck und Hoffnungslosigkeit erzählt der bekannte Klimaaktivist Tadzio Müller in fünf Kapiteln die Geschichte (s)eines Weges von …
Der Hintergrund ist vorgerutscht. Die Kulisse zur Protagonistin geworden. Die Tatsachen sind bekannt. Sie zu …
Immer wieder behaupten Berufsverharmloser, Lebewesen wüssten seit jeher, sich an Klimaveränderungen anzupassen, indem sie in günstigere Zonen abwanderten. Das stimmte bis zur Erfindung des Stacheldrahts.
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Drastische Schilderung von Flucht
Den Küstenbewohnern Westafrikas, die bisher vom Fischfang lebten, werden Einkommen wie Nahrung geraubt, zumal Gestank und Chemikalien ihre Heimat unbewohnbar machen. Sie können nicht anders als auswandern, werden also zu Wirtschaftsflüchtlingen gemacht. Leider ist diese Kategorie von weißen Humanisten als legitimer Einwanderungsgrund auf den Kontinent der Menschenrechte nicht vorgesehen. Illegal müssen sie ihre Chance übers Mittelmeer versuchen. Nicht wenige ertrinken dabei und enden selbst als Fischfutter. So schließt sich der Kreis.
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Allerlei Experten maßen sich an, besser als die Einheimischen zu wissen, was diese brauchen. Sie haben zu jedem Problem eine vorgefertigte Universallösung, dabei werden die Menschen entmachtet, von ihren vernakulären Künsten und Beziehungen enteignet, von Waren und Verwaltungen abhängig gemacht.
Der Hintergrund ist vorgerutscht. Die Kulisse zur Protagonistin geworden. Die Tatsachen sind bekannt. Sie zu …
Ein Automobil als technischer Gegenstand wird leicht beschrieben. Aber das Automobil als System beinhaltet Fließbandarbeit, Asphaltierung der Böden, Zersetzung der Städte, Verpestung der Luft, fossile Abhängigkeit, Förderung blutiger Öldiktaturen und verschwendete Lebensjahre im Stau und auf Parkplatzsuche — ganz zu schweigen von der Entstehung der manisch-aggressiven Spezies des Porschefahrers.
Der Hintergrund ist vorgerutscht. Die Kulisse zur Protagonistin geworden. Die Tatsachen sind bekannt. Sie zu …
Heute verursacht die dünne Oberschicht die meisten Emissionen und Verheerungen, von denen die kaum beteiligte, überwiegende Mehrheit am schlimmsten getroffen wird. Nun kommt die tragische Dimension, die sich der überlieferten Apokalyptik in den Weg stellt: Der vernichtenden Anklagerede kann kein gerechter Urteilsspruch folgen. Was die Bewohnbarkeit der Erde angeht, spielt nämlich keine Rolle, bei wem die kumulierte Schuld liegt.
Der Hintergrund ist vorgerutscht. Die Kulisse zur Protagonistin geworden. Die Tatsachen sind bekannt. Sie zu …
Ich für meinen Teil suche einen Begriff, der drei Affekte nicht ausschließt: das Entsetzen über das gigantische Scheitern einer ganzen Zivilisation, den Zorn angesichts der verheerenden Konsequenzen sowie die Bockigkeit, sich nicht damit abzufinden.
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In einem geschlossenen System geht die verfügbare Energie ständig und unwiderruflich in nicht verfügbare Zustände über. Das ist ein universales Gesetz. Ganz universal? Nein! Ein von unbeugsamen Wirtschaftswissenschaftlern bevölkertes Dorf hört nicht auf, dem Entropiesatz Widerstand zu leisten.
Der Hintergrund ist vorgerutscht. Die Kulisse zur Protagonistin geworden. Die Tatsachen sind bekannt. Sie zu wiederholen, bringt keinen Erkenntnisgewinn. Von …
Publisher text: Drei Jahrhunderte, ein mächtiges, friedliebendes Geschöpf und die Lebenswege der Menschen, die von ihm angezogen sind. Iida Turpeinen …
Mit "Die Abschaffung des Todes" schreibt Andreas Eschbach mal wieder einen seiner Techno-Thriller, in denen er eine spannende und reißerische Handlung nutzt, um technologische und philosophische Ideen vorzustellen. Dabei hat man in diesen Büchern von ihm immer das Gefühl, dass die Handlung zwar sehr gut konstruiert ist, aber im Kern nur dazu dient, die Hauptfigur von einem erklärenden Monolog zum nächsten zu geleiten und den Leser dabei nicht zu verlieren.
Die Balance zwischen diesen beiden Aspekten gelingt Eschbach mal mehr und mal weniger gut, dieses Buch ist jedoch mal wieder ein Positivbeispiel: Während seine Hauptfigur dem Geheimnis hinter einem neuen Tech-Start-up nachspürt, lernt sie genau wie die Lesenden eine Menge über das Funktionieren des Gehirns, die Philosophie des Geistes und die technologischen Möglichkeiten, Intelligenz abzubilden.
Das scheint mir im Kern souverän, aber auf das Bild des Gehirns als signalverarbeitendem „Computer“ beschränkt. Das passt natürlich, weil der Roman ja …
Mit "Die Abschaffung des Todes" schreibt Andreas Eschbach mal wieder einen seiner Techno-Thriller, in denen er eine spannende und reißerische Handlung nutzt, um technologische und philosophische Ideen vorzustellen. Dabei hat man in diesen Büchern von ihm immer das Gefühl, dass die Handlung zwar sehr gut konstruiert ist, aber im Kern nur dazu dient, die Hauptfigur von einem erklärenden Monolog zum nächsten zu geleiten und den Leser dabei nicht zu verlieren.
Die Balance zwischen diesen beiden Aspekten gelingt Eschbach mal mehr und mal weniger gut, dieses Buch ist jedoch mal wieder ein Positivbeispiel: Während seine Hauptfigur dem Geheimnis hinter einem neuen Tech-Start-up nachspürt, lernt sie genau wie die Lesenden eine Menge über das Funktionieren des Gehirns, die Philosophie des Geistes und die technologischen Möglichkeiten, Intelligenz abzubilden.
Das scheint mir im Kern souverän, aber auf das Bild des Gehirns als signalverarbeitendem „Computer“ beschränkt. Das passt natürlich, weil der Roman ja genau im Milieu der amerikanischen Startups spielt, aber auch bei den gezeigten Gegenpositionen fehlen modernere Perspektiven wie die Rolle anderer Nervenregionen für das Denken und Empfinden doch auffällig.
Die Handlung ist auf jeden Fall sehr flott geschrieben und schafft es, mich als Leser zu fesseln. Sie bleibt trotz vieler Wendungen halbwegs glaubwürdig, leider aber ein wenig unter dem Genie-Problem: Wenn lauter Genies gegeneinander intrigieren, bleibt deren Genius letztlich doch auf die Ideen des Autors beschränkt. Auch wenn Eschbach hier sicherlich einer der besseren ist, scheinen mir die "genialen" Ideen seiner Figuren dann gerade als erfahrenem Science-Fiction-Leser relativ offensichtlich und sattsam bekannt. Aber, was soll man machen ... ?
Besonders stark finde ich hingegen die Einbettung der eigentlichen Handlung in den Roman und die Positionierung des Erzählerss, die gerade ganz am Ende auf intelligente Weise die vierte Wand durchbricht und die Grenzen zwischen Fiktion und Realität brüchig werden lässt.
P. S.: Ja, Eschbachs Bücher sind absolut „old school“ und seine Figuren bleiben sehr blass. Sie erfüllen die klassischen Anforderungen des Genres aber nicht wirklich die modernen Erwartungen an Vielfalt und Inklusion.