Nils Müller liest started reading White Sand by Brandon Sanderson

White Sand by Brandon Sanderson
A brand new saga of magic and adventure by #1 New York Times best-selling author Brandon Sanderson.
On the …
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A brand new saga of magic and adventure by #1 New York Times best-selling author Brandon Sanderson.
On the …

Even through the roar and effervescence of the 1920s, everyone in New York has heard of Benjamin and Helen Rask. …

On a cold spring night in 1952, a huge meteorite fell to Earth and obliterated much of the east coast …

Even through the roar and effervescence of the 1920s, everyone in New York has heard of Benjamin and Helen Rask. …

On the planet Winter, there is no gender. The Gethenians can become male or female during each mating cycle, and …

A hack is any means of subverting a system’s rules in unintended ways. The tax code isn’t computer code, but …
Auf den Roman „Blaupause“ war bin ich in erster Linie aufmerksam geworden, weil ich vor ein paar Wochen erst einen aktuelleren Roman von Theresia Enzensberger gelesen hatte, „Auf See“. Auch hier begleiten wir eine junge Frau – Yada –, die diesmal die Wahrheit hinter einem großen Projekt ihres Vaters entdeckt, das ihre ganze Welt geworden ist.
Yada lebt auf einer künstlichen Insel in der Ostsee, die ihr Vater mit einigen anderen zusammen als liberales Utopia inmitten einer untergehenden Welt erschaffen hat. Umgeben von einem Wellenbrecher als Schutzwall und Windfarmen verbringt sie ihre Tage zwischen Unterricht und angespannten Abendessen mit ihrem Vater. Die Insel ist mittlerweile jedoch weitestgehend verlassen und so lebt Yada einsam und abgeschieden – wie ihr Vater behauptet, um sie vor der zusammengebrochenen Zivilisation auf dem Festland zu beschützen.
Ganz ähnlich wie in dem Bauhaus-Roman „Blaupause“ erzählt Enzensberger hier von einem Versuch, die Welt …
Auf den Roman „Blaupause“ war bin ich in erster Linie aufmerksam geworden, weil ich vor ein paar Wochen erst einen aktuelleren Roman von Theresia Enzensberger gelesen hatte, „Auf See“. Auch hier begleiten wir eine junge Frau – Yada –, die diesmal die Wahrheit hinter einem großen Projekt ihres Vaters entdeckt, das ihre ganze Welt geworden ist.
Yada lebt auf einer künstlichen Insel in der Ostsee, die ihr Vater mit einigen anderen zusammen als liberales Utopia inmitten einer untergehenden Welt erschaffen hat. Umgeben von einem Wellenbrecher als Schutzwall und Windfarmen verbringt sie ihre Tage zwischen Unterricht und angespannten Abendessen mit ihrem Vater. Die Insel ist mittlerweile jedoch weitestgehend verlassen und so lebt Yada einsam und abgeschieden – wie ihr Vater behauptet, um sie vor der zusammengebrochenen Zivilisation auf dem Festland zu beschützen.
Ganz ähnlich wie in dem Bauhaus-Roman „Blaupause“ erzählt Enzensberger hier von einem Versuch, die Welt zu kontrollieren und ihre Komplexität auf einige wenige Punkte herunterzubrechen. Nur geht es diesmal nicht um Gestaltung und Architektur, sondern die Flucht aus der komplexen „echten“ Welt auf eine technisch geschaffene künstliche. Der Schwerpunkt liegt dieses Mal jedoch deutlicher auf der Abgrenzung bestehender politischer Strukturen. Dazu erzählt Enzensberger nicht nur Yadas Geschichte, sondern gibt mithilfe eines mysteriösen Archivs auch Einblicke in andere Versuche, auf der See die absolute Unabhängigkeit zu erfahren.
Die Geschichte ist souverän und leicht lakonisch erzählt und anders als noch in „Blaupause“ schafft es die Autorin diesmal auch, mir einen echten Zugang zu der Gefühlswelt der Hauptfigur zu vermitteln.

A hack is any means of subverting a system’s rules in unintended ways. The tax code isn’t computer code, but …
Da meine Faszination für das Bauhaus mal wieder neu erwacht ist, habe ich mich gleich nach der Biografie von Franz Ehrlich an den Roman „Blaupause“ von Theresia Enzensberger gesetzt. Der Roman schließt im Grunde nahtlos an das Vorhaben von Borries und Fischer an und zeigt die Komplexität und damit insbesondere auch die graueren Seiten des Bauhauses auf.
Enzensbergers Protagonistin ist die fiktive(?) Bauhaus-Schülerin Luise Schilling, die aus gutem Hause in Berlin kommend in Weimar Architektur studieren möchte. Dort erlebt sie nicht nur ein gemeinsames, intellektuell stimulierendes Geistesleben, sondern auch Menschliches und allzu Menschliches: Sie glaubt, die Liebe gefunden zu haben, die ihr dann doch wieder entgleitet. Sie glaubt, sich mit ihrer Familie ausgesöhnt zu haben, was ihr dann doch wieder entgleitet. Und sie glaubt, ihren Weg in der eigenen Hand zu haben, der ihr dann doch wieder entgleitet.
In der Figur der Luise spiegelt sich jedoch nicht nur …
Da meine Faszination für das Bauhaus mal wieder neu erwacht ist, habe ich mich gleich nach der Biografie von Franz Ehrlich an den Roman „Blaupause“ von Theresia Enzensberger gesetzt. Der Roman schließt im Grunde nahtlos an das Vorhaben von Borries und Fischer an und zeigt die Komplexität und damit insbesondere auch die graueren Seiten des Bauhauses auf.
Enzensbergers Protagonistin ist die fiktive(?) Bauhaus-Schülerin Luise Schilling, die aus gutem Hause in Berlin kommend in Weimar Architektur studieren möchte. Dort erlebt sie nicht nur ein gemeinsames, intellektuell stimulierendes Geistesleben, sondern auch Menschliches und allzu Menschliches: Sie glaubt, die Liebe gefunden zu haben, die ihr dann doch wieder entgleitet. Sie glaubt, sich mit ihrer Familie ausgesöhnt zu haben, was ihr dann doch wieder entgleitet. Und sie glaubt, ihren Weg in der eigenen Hand zu haben, der ihr dann doch wieder entgleitet.
In der Figur der Luise spiegelt sich jedoch nicht nur der bauhäuslerische Versuch, das Leben und die Gesellschaft zu kontrollieren, sondern auch das Leben einer ehrgeizigen Frau in der Zwischenkriegszeit: die Erwartungen der Familie, die Geringschätzung, die Gewalt und schließlich auch der Diebstahl von Ideen.
So kommt sie schließlich zu einem ernüchternden, aber eben leider doch realistischen Schluss:
Ein neuer Mensch, das war das Ziel. Bewegt und geprägt durch die neuen Formen, die ihn umgeben. Aber wie soll das möglich sein, wenn diese Formen doch immer nur von den alten Menschen mit all ihren Fehlern und Mängeln geschaffen werden können?
Wiedermal ein spannender Einblick in das Leben am Bauhaus – diesmal aus der studentischen Perspektive, mit einer spannenden Handlung und komplexen Figuren. Leider ist Luise als Hauptfigur mir etwas fern geblieben, vielleicht auch, weil Enzensberger sich in ihrem Debutroman wenig Zeit für deren Innenleben nimmt.