Brackmeister rated Ein Ort namens Wut: 4 stars

Ein Ort namens Wut by Amani Abuzahra
Wut als Privileg? Wut ist nicht gleich Wut. Was aber tun mit Wut, die nicht sein darf? Welchen Raum bekommen …
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Wut als Privileg? Wut ist nicht gleich Wut. Was aber tun mit Wut, die nicht sein darf? Welchen Raum bekommen …
An sich hatte ich einfach nur nach "Wut" im Bestand der Bib gesucht auf der Suche nach Büchern, die davon handeln, diese Emotion konstruktiv zu nutzen. Aber irgendwie bin ich dann auch bei diesem Buch auf der Trefferliste hängengeblieben. Mal gucken, ob die Neugier belohnt wird.
An sich hatte ich einfach nur nach "Wut" im Bestand der Bib gesucht auf der Suche nach Büchern, die davon handeln, diese Emotion konstruktiv zu nutzen. Aber irgendwie bin ich dann auch bei diesem Buch auf der Trefferliste hängengeblieben. Mal gucken, ob die Neugier belohnt wird.
"Da draußen gibt es jede Menge Monster und sie alle sehen aus wie wir."
Der Satz ist irgendwie hängen geblieben. Kommt ja auch oft genug vor in dem Buch (mit leichten Variationen; vielleicht nicht mal genau in dem Wortlaut von oben).
"Da draußen gibt es jede Menge Monster und sie alle sehen aus wie wir."
Der Satz ist irgendwie hängen geblieben. Kommt ja auch oft genug vor in dem Buch (mit leichten Variationen; vielleicht nicht mal genau in dem Wortlaut von oben).
Ich halte das Buch insgesamt für einen guten Einstieg, wenn man seine Kommunikation im beruflichen Umfeld verbessern möchte. Im wesentlichen ist es ein Plädoyer für eine persönlichere, ehrlichere und emotionale Art der Kommunikation im Büro (es steht zwar nirgendwo so explizit, aber die Beispiele kann ich mir ehrlich gesagt weniger auf dem Bau oder bei der Müllabfuhr vorstellen). Vieles kann dabei ob des Umfangs nur angerissen werden. Zum Beispiel gibt es 2 Seiten zum Vier-Ohren-Modell nach Friedrich Schultz von Thun oder 3 zur Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg, deren Grundlagenwerke allein schon so umfangreich sind wie das vorliegende Buch. Aber das ist auch völlig erwartbar und legitim, man bekommt so immerhin gute Impulse für vertiefende Literatur.
Warum ich keine vollen 5 Sterne vergebe klang schon in meinem Kommentar zum Buch vor ein paar Tagen durch: es waren schon nicht wenige Aufzählungspunkte (diese Art der Strukturierung finde ich in …
Ich halte das Buch insgesamt für einen guten Einstieg, wenn man seine Kommunikation im beruflichen Umfeld verbessern möchte. Im wesentlichen ist es ein Plädoyer für eine persönlichere, ehrlichere und emotionale Art der Kommunikation im Büro (es steht zwar nirgendwo so explizit, aber die Beispiele kann ich mir ehrlich gesagt weniger auf dem Bau oder bei der Müllabfuhr vorstellen). Vieles kann dabei ob des Umfangs nur angerissen werden. Zum Beispiel gibt es 2 Seiten zum Vier-Ohren-Modell nach Friedrich Schultz von Thun oder 3 zur Gewaltfreien Kommunikation von Marshall B. Rosenberg, deren Grundlagenwerke allein schon so umfangreich sind wie das vorliegende Buch. Aber das ist auch völlig erwartbar und legitim, man bekommt so immerhin gute Impulse für vertiefende Literatur.
Warum ich keine vollen 5 Sterne vergebe klang schon in meinem Kommentar zum Buch vor ein paar Tagen durch: es waren schon nicht wenige Aufzählungspunkte (diese Art der Strukturierung finde ich in den "für Dummies" Büchern grundsätzlich gut!), die in meinen Augen oberflächlich gut klingen aber bei näherer Betrachtung bei mir die Frage "aber wie denn jetzt genau?" aufwerfen. Zusätzlich empfand ich manche der vorgeschlagenen Sätze als etwas von oben herab formuliert. Möglicherweise sagt das aber mehr über mich aus bzw. wie ich persönlich diese Sätze interpretiere (von Thun lässt von der Selbstoffenbahrungs-Ebene schön grüßen).
Wunder erwarte ich keine und das letzte spontane "für Dummies" Buch war auch nicht so der Hit, aber thematisch interessant ist es allemal. Bei einem ausgeliehenen Buch wäre es auch kein Drama, das im schlimmsten Fall abbrechen zu müssen.
Wunder erwarte ich keine und das letzte spontane "für Dummies" Buch war auch nicht so der Hit, aber thematisch interessant ist es allemal. Bei einem ausgeliehenen Buch wäre es auch kein Drama, das im schlimmsten Fall abbrechen zu müssen.
Das Finale - oder besser gesagt, die große Konfrontation des Buches (es geht danach noch etwas weiter) - ist wirklich sehr dramatisch und spannend, es hängt alles am seidenen Faden. Es bleiben aber noch genug Bedrohungen und offene Enden, so dass die Reihe gerne weitergehen kann.
Das Finale - oder besser gesagt, die große Konfrontation des Buches (es geht danach noch etwas weiter) - ist wirklich sehr dramatisch und spannend, es hängt alles am seidenen Faden. Es bleiben aber noch genug Bedrohungen und offene Enden, so dass die Reihe gerne weitergehen kann.
GFK kannte ich bisher nur ein bisschen aus eher kürzeren Artikeln und gefühlt gar nicht aus meinen Erfahrungen im Alltag. Das Gelesene finde ich durchaus schlüssig und überzeugend. Alleine die Umsetzung benötigt m.E. vertiefende Literatur und/oder Trainings.
Was ich an dem Buch gut fand, waren die Beispiele für "gewaltvolle" Kommunikation und die vorgeschlagenen Alternativen für GFK. Wobei ich schon noch jedes Mal den Gedanken hatte, dass die gewaltfreie Variante von Aussagen mindestens doppelt, gerne mal dreimal so lang ausfällt wie das, was man so typischerweise im Alltag hört/benutzt ("Aber so spricht doch keiner"). Da habe ich noch Zweifel an der Umsetzbarkeit. So wohl, was die Motivation angeht, immer so weit auszuholen, die Bereitschaft "diesen Psycho-Kram" anzunehmen auf der anderen Kommunikationsseite, als auch die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse schnell genug "spruchreif" zu kriegen in realen Gesprächssituationen.
Dass es nicht leicht wird und viel Übung braucht, sagt der …
GFK kannte ich bisher nur ein bisschen aus eher kürzeren Artikeln und gefühlt gar nicht aus meinen Erfahrungen im Alltag. Das Gelesene finde ich durchaus schlüssig und überzeugend. Alleine die Umsetzung benötigt m.E. vertiefende Literatur und/oder Trainings.
Was ich an dem Buch gut fand, waren die Beispiele für "gewaltvolle" Kommunikation und die vorgeschlagenen Alternativen für GFK. Wobei ich schon noch jedes Mal den Gedanken hatte, dass die gewaltfreie Variante von Aussagen mindestens doppelt, gerne mal dreimal so lang ausfällt wie das, was man so typischerweise im Alltag hört/benutzt ("Aber so spricht doch keiner"). Da habe ich noch Zweifel an der Umsetzbarkeit. So wohl, was die Motivation angeht, immer so weit auszuholen, die Bereitschaft "diesen Psycho-Kram" anzunehmen auf der anderen Kommunikationsseite, als auch die Fähigkeit, die eigenen Gefühle und Bedürfnisse schnell genug "spruchreif" zu kriegen in realen Gesprächssituationen.
Dass es nicht leicht wird und viel Übung braucht, sagt der Autor aber auch selbst, und unterstreicht das in einigen Fallbeispielen, in denen die finale Fassung in mehreren Schritten aus dem Ausgangssatz entwickelt wird.
In diesem Buch wird Metal mit anderen Genres - meist Punk und Hip Hop aber auch Jazz und Klassik - verglichen und auf Unterschiede + Gemeinsamkeiten hingewiesen. Es wird aber auch oft ein noch weiterer Bogen zur Malerei, Baustilen, philosophischen Strömungen und Literatur gespannt. Es geht also einmal quer durch Kunst und Kultur, wobei der Autor für meinen Geschmack recht viele Begriffe und Namen droppt, die es mir mangels geisteswissenschaftlichen Backgrounds etwas schwer gemacht haben. Wie schon in einem früheren Kommentar angemerkt, waren es insbesodere die drei- bis vierseitigen musiktheoretischen Analysen von fünf Metal-Songs, die mich abgehängt haben. Von denen habe ich aber auch alle bis auf die erste übersprungen. Wer tiefer in Kultur + Philosohie steckt, kann sicher auch den fünften Stern aus diesem Buch herausholen.
P.S.: was mich wirklich die ganze Zeit irritiert hat, war die fast ausschliessliche Bezeichnung von Metallica als "Power Metal", diese Genre-Zuschreibung war …
In diesem Buch wird Metal mit anderen Genres - meist Punk und Hip Hop aber auch Jazz und Klassik - verglichen und auf Unterschiede + Gemeinsamkeiten hingewiesen. Es wird aber auch oft ein noch weiterer Bogen zur Malerei, Baustilen, philosophischen Strömungen und Literatur gespannt. Es geht also einmal quer durch Kunst und Kultur, wobei der Autor für meinen Geschmack recht viele Begriffe und Namen droppt, die es mir mangels geisteswissenschaftlichen Backgrounds etwas schwer gemacht haben. Wie schon in einem früheren Kommentar angemerkt, waren es insbesodere die drei- bis vierseitigen musiktheoretischen Analysen von fünf Metal-Songs, die mich abgehängt haben. Von denen habe ich aber auch alle bis auf die erste übersprungen. Wer tiefer in Kultur + Philosohie steckt, kann sicher auch den fünften Stern aus diesem Buch herausholen.
P.S.: was mich wirklich die ganze Zeit irritiert hat, war die fast ausschliessliche Bezeichnung von Metallica als "Power Metal", diese Genre-Zuschreibung war mir bei Metallica bisher noch nicht untergekommen
Für die reine Unterhaltung würde ich 5 Sterne vergeben, das liest sich doch wirklich gut. Den Nutzen würde ich eher mit 3 bewerten, so dass im Schnitt ne 4 dabei herumkommt.
Das Buch ist quasi ein Abschnitt aus dem Leben der Autorin, wie sie sich von einer, die es allen recht machen und nicht anecken möchte, zu einer Person wandelt, die einen Konflikt nicht scheut. Viele nette Anekdoten begleiten sie auf dem Weg zu ihrem Ziel. Jedes Kapitel hat dann am Ende noch einen farblich abgesetzten Kasten mit "ernsten" Ratschlägen/Übungen, die m.E. aber etwas kurz geraten sind im Vergleich zu den Geschichten davor (die natürlich auch schon Hinweise und Tipps enthalten, aber eben in die Story verpackt).
Ich habe bei diesem Buch einen ähnlichen Eindruck wie bei "Burnout kommt nicht nur vom Stress" von Mirriam Prieß: es eignet sich sicher gut, um zu erkennen/sich einzugestehen, dass man bei …
Für die reine Unterhaltung würde ich 5 Sterne vergeben, das liest sich doch wirklich gut. Den Nutzen würde ich eher mit 3 bewerten, so dass im Schnitt ne 4 dabei herumkommt.
Das Buch ist quasi ein Abschnitt aus dem Leben der Autorin, wie sie sich von einer, die es allen recht machen und nicht anecken möchte, zu einer Person wandelt, die einen Konflikt nicht scheut. Viele nette Anekdoten begleiten sie auf dem Weg zu ihrem Ziel. Jedes Kapitel hat dann am Ende noch einen farblich abgesetzten Kasten mit "ernsten" Ratschlägen/Übungen, die m.E. aber etwas kurz geraten sind im Vergleich zu den Geschichten davor (die natürlich auch schon Hinweise und Tipps enthalten, aber eben in die Story verpackt).
Ich habe bei diesem Buch einen ähnlichen Eindruck wie bei "Burnout kommt nicht nur vom Stress" von Mirriam Prieß: es eignet sich sicher gut, um zu erkennen/sich einzugestehen, dass man bei dem jeweiligen Thema ein Problem hat. Um das wirkungsvoll anzugehen, benötigt es dann in meinen Augen aber noch etwas mehr. Aber wenn so der Anfang gemacht wird, hat das Buch seinen Auftrag wohl erfüllt.