Bei meinem ersten Lesestart vor ein paar Monaten hatte ich das Gefühl, auf den ersten Seite nur so mit Namen von Personen, Familien und Orten zugeschmissen zu werden und habe deshalb abgebrochen.
Jetzt fand ich den Start sehr griffig und atmosphärisch und völlig problemlos nachzuvollziehen. Und das mit Corona-vernebeltem Kopf. Nun ja...
Für mich hat das Thema “Raum” schon länger eine besondere Faszination – und damit natürlich auch Karten. Daher ist Peng Shepherds Roman über eine junge Kartographin, die Familiengeheimnis enthüllt, wie gemacht für mich.
Im Mittelpunkt steht dabei eine einfache Karte aus den 1930er Jahren – eine der ersten, die für den aufkommenden privaten Autoverkehr gedacht waren. Die Hauptfigur Nell findet diese in einem Versteck ihres Vaters, nachdem dieser auf mysteriöse Weise umgebracht wurde. Schnell findet sie heraus, dass diese Karte viel wertvoller ist, als sie erscheint, und ein Geheimnis enthalten muss. Was dieses Geheimnis aber ist und wie eng es mit der Geschichte ihrer Familie verwoben ist, zeigt sich erst im Laufe der Geschichte.
The Cartographers ist in erster Linie eine Kombination aus spannendem Thriller und Familiendrama. Als solcher ist er genauso flott wie unterhaltsam erzählt und lässt sich wunderbar “weglesen”. Im Kern der Handlung liegt eine kleine …
Für mich hat das Thema “Raum” schon länger eine besondere Faszination – und damit natürlich auch Karten. Daher ist Peng Shepherds Roman über eine junge Kartographin, die Familiengeheimnis enthüllt, wie gemacht für mich.
Im Mittelpunkt steht dabei eine einfache Karte aus den 1930er Jahren – eine der ersten, die für den aufkommenden privaten Autoverkehr gedacht waren. Die Hauptfigur Nell findet diese in einem Versteck ihres Vaters, nachdem dieser auf mysteriöse Weise umgebracht wurde. Schnell findet sie heraus, dass diese Karte viel wertvoller ist, als sie erscheint, und ein Geheimnis enthalten muss. Was dieses Geheimnis aber ist und wie eng es mit der Geschichte ihrer Familie verwoben ist, zeigt sich erst im Laufe der Geschichte.
The Cartographers ist in erster Linie eine Kombination aus spannendem Thriller und Familiendrama. Als solcher ist er genauso flott wie unterhaltsam erzählt und lässt sich wunderbar “weglesen”. Im Kern der Handlung liegt eine kleine Besonderheit aus der Geschichte der Kartographie, ansonsten wirkt das Thema jedoch leider eher als Kulisse für die spannende Handlung und wird nur selten etwas tiefer reflektiert.
From science fiction visionary Annalee Newitz comes The Terraformers, a sweeping, uplifting, and illuminating exploration …
Ökologische SF weiter gedacht
5 stars
In The Terraformers erzählt Annalee Newitz die Geschichte eines gesamten Planeten und der Personen, die auf ihm leben. Das Unternehmen Verdance verdient sein Geld damit, ganze Planeten über Jahrhunderte und -tausende hinweg zu terraformen und dann das gewonnene Land an Investoren zu verkaufen. Das ist auch der Plan für Sask-E, dessen Geschichte das Buch in Ausschnitten begleitet: von den allerersten “menschlichen” Siedlern bis hin zu der entstehenden Gesellschaft und ihren Folgen.
Im Mittelpunkt von The Terraformers stehen die Personen, die die Verwandlung des Planeten steuern und begleiten – entsprechend bestimmen sich auch die thematischen Schwerpunkte des Romans: geht es am Anfang besonders um die Stabilität des Ökosystems, kommen später die Perversionen eines galaktisch-libertären Kapitalismus hinzu und schließlich Faschismus und Rassismus.
Der besondere Twist dabei ist, dass Newitz das Konzept der Person weit ausdehnt: So ist in der Welt des 50. Jahrtausends Intelligenz nicht mehr auf hominide Körper beschränkt, …
In The Terraformers erzählt Annalee Newitz die Geschichte eines gesamten Planeten und der Personen, die auf ihm leben. Das Unternehmen Verdance verdient sein Geld damit, ganze Planeten über Jahrhunderte und -tausende hinweg zu terraformen und dann das gewonnene Land an Investoren zu verkaufen. Das ist auch der Plan für Sask-E, dessen Geschichte das Buch in Ausschnitten begleitet: von den allerersten “menschlichen” Siedlern bis hin zu der entstehenden Gesellschaft und ihren Folgen.
Im Mittelpunkt von The Terraformers stehen die Personen, die die Verwandlung des Planeten steuern und begleiten – entsprechend bestimmen sich auch die thematischen Schwerpunkte des Romans: geht es am Anfang besonders um die Stabilität des Ökosystems, kommen später die Perversionen eines galaktisch-libertären Kapitalismus hinzu und schließlich Faschismus und Rassismus.
Der besondere Twist dabei ist, dass Newitz das Konzept der Person weit ausdehnt: So ist in der Welt des 50. Jahrtausends Intelligenz nicht mehr auf hominide Körper beschränkt, sondern auch in tierischen, künstlichen oder hybriden Körpern zu finden. Dabei behilft sich Verdance mit “Limitern”, die die Intelligenz der Wesen bewusst begrenzen, um sie weiter als “dumme” Tiere einsetzen zu können - wenn auch in einem deutlich zivileren Umgang, als wir dies heute tun. Andere Gruppen hingegen stellen sich gegen diese Limiter. Auch hieraus ergeben sich spannende Konflikte.
All dies macht The Terraformers zu einem durchweg zeitgemäßen Vertreter der Ecological Science Fiction. Neben allen thematischen Anregungen ist es zudem sehr gut zu lesen und unterhaltsam sowie spannend zu lesen.